SOA
Unter SOA versteht man
Serviceorientierte Architektur (Service Oriented Architecture). SOA stellt
sowohl ein Konzept für den Aufbau der Geschäftsprozesse als auch eine Umsetzung
(eine Systemarchitektur) dieses Konzepts dar. SOA wird dort aufbaut, wo Geschäftsprozesse
dezentralisiert als Projektarbeiten ablaufen müssen. Die Leistung der SOA ist hierbei,
eine schnelle Reaktion des Unternehmens auf Marktveränderungen zu ermöglichen. SOA
strebt Komplexitätsabbau an und erreicht das durch einen entsprechenden Systemaufbau
– eine serviceorientrierte Systemarchitektur. Serviceorientiert bedeutet hier, dass
jeder Geschäftsprozess als Abfolge von aufeinander folgenden Service (Dienste) abgebildet
wird. Die zu leistenden Funktionen einzelner Services werden im SOA genau definiert,
laufen automatisch und voneinander unabhängig ab. Die Haupleistung beim Aufbau einer
SOA sind daher die richtige Festlegung einzelner Dienste und die Bereitstellung
der Schnittstellen (Datenaustauschformate) zwischen den Diensten, die mit dem allgemein
verständlichen Informationseinheiten arbeiten. Ein Beispiel für die SOA-Anwendung
kann hier die Zusammenarbeit zwischen Labor und Produktion liefern: Da die Arbeitsergebnisse
der Forschung erst durch die Anwendung (Herstellung) überprüft werden können, muss
eine gemeinsame Kommunikationsbasis zwischen den beiden Geschäftsprozessen geschaffen
werden. SOA bietet hier an:
1. Die Festlegung von allgemein benutzten Informationseinheiten als Schnittstellen
(in unserem Beispiel wären das die gleichen Stoff- und Produktbezeichungen, die
einheitlichen Parameter usw.).
2. Die Darstellung der Labor- und der Produktionsarbeiten als eine Servicekette,
in der jeder Dienst überschaubar ist.
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